ZUWEISUNG SOFORTHILFE

Präoperative bariatrische Evaluation

Für Menschen mit starkem Übergewicht gibt es anerkannte operative Eingriffe zur Gewichtsreduktion, die sogenannte bariatrische Chirurgie. Fettleibigkeit kann mit einer psychischen Erkrankung verbunden sein. Die Krankenkassen fordern für die Kostenübernahme der Operation deshalb eine psychiatrische Abklärung.

Menschen mit starkem Übergewicht können mit einem bariatrischen Eingriff langfristig ihr Gewicht reduzieren. Manchmal geht eine Adipositas mit einer psychischen Erkrankung einher wie z.B. einer Essstörung. Damit der Erfolg des bariatrischen Eingriffs durch eine derartige Erkrankung nicht gefährdet wird, ist eine psychiatrische Behandlung oder Begleitung notwendig. Ausserdem gibt es psychische Erkrankungen, die absolut gegen eine chirurgische Behandlung sprechen. Die Krankenkassen fordern vor jeder Operation eine psychiatrische Abklärung, unabhängig davon, ob Sie bereits in Behandlung waren oder nicht.

Abklärung

Die psychiatrische Abklärung vor der Operation hat zum Ziel, mögliche psychische Begleiterkrankungen auszuschliessen sowie therapeutische Empfehlungen für ein weiteres Vorgehen zu machen. Fachpersonen sprechen hier von einer Präoperativen bariatrischen Evaluation. Wir bieten diese in enger Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Winterthur an.

Für die Abklärung sind ein oder zwei Termine in der Psychiatrischen Poliklinik nötig. Hierbei thematisieren wir Gründe, die zu einer Gewichtszunahme geführt haben könnten. Wir befassen uns mit Ihrem Essverhalten und klären ab, ob Symptome einer psychischen Störung vorliegen. Neben dem Gespräch mit einer Psychiaterin oder einem Psychologen werden bei Bedarf unterschiedliche Fragebögen eingesetzt. Wenn sinnvoll, findet zusätzlich ein Austausch mit behandelnden Psychiatern oder Hausärztinnen statt.

Kontakte

Psychiatrische Poliklinik
Haldenstrasse 63
Haus M
8400 Winterthur